Esou goung et un ..

      Schon virun 10 Joer ongeféier huet et ugefaangen dass ech beim Laafen emmer Problemer mat der Hëft, oder deemols nach geduecht mat den Aduktoren haat. Well d'Peng di sech ugedeit haat, wor emer an der Géigend vun der Leescht. No engem Besuch beim Spezialist wor dunn awer di traureg Gewoessheet dass ech besonnech op der rietser Sait Arthrose hun, an dass et just eng Fro vun der Zait wiir bis ech misst drun gleewen, an operéiert misst gin.
      Ech kruut daat ganzt awer nach eng gudd Zait erausgezögert dank enger gudder Betreiung bei mengem kiné , an regelmässegem Sport (Velo, Crosstrainer an Kraafttraining). Elo as awer den Zaitpunkt do wou ech mierken dass déi Saachen net mi greifen, an main Alldaag schon drënner leid, an ech wuel oder iwel  ënnert d'Messer muss.

    An desem Blog wëll ech meng Erfahrungen also e besschen festhaalen, a kucken waat alles op mech duerkönnt an wéi ech daat bescht draus maachen kann.

    Esou eng OP as jo anscheinend schon Routine , mee ech soen mir all Fall as aanescht, an et as a mengen Aan wichteg fir ze wëssen waat op een duer koennt.

   Die nächst Einträg an desem Blogg waert ech op daitsch maachen, well verschidden Leit di main Blogg abonnéiert hun daat besser verstinn.


Der Termin rückt näher ....

So langsam wird mir bewusst dass ich in 3 Tagen um diese Zeit die OP schon hinter mir haben werde. Dann werde ich wohl im Aufwachraum sein, und die Eindrücke auf mich wirken lassen. Ich hatte bis jetzt nie eine Op, und auch Krankenhäuser waren noch nie so mein Ding. Zur Zeit bin ich dabei einige Vorkehrungen zu treffen die mir den Alltag nach der Reha anfangs erleichtern sollen. Das Bett ist jetzt höher und mit Tempur-Matraze bestückt. Sitzerhöhung für Toilette auch installiert, sowie ein Dusche im Keller reaktiviert. Das Einsteigen in Badewannen ist ja anfangs nicht so geeignet da man da leicht seine Beine mehr als 90 grad angewinkelt hat, was man anfangs tunlichst vermeiden soll. Auch einige Sitzkeile für Auto und zuhause hab ich mir zugelegt. Sogar eine Greifzange, und Strumpanziehhilfe hab ich mir zugelegt. (Amazon macht's ja so einfach) Ich werde bei Gelegenheit die links zu den einzelnen Sachen dazufügen Die Gehhilfen stehen auch schon bereit ( Habe da schon mit meiner Kinésitherapeutin das Gehen und Treppensteigen geübt - Danke Christine ).Jetzt gehts zur Checkliste um zu schauen was man soll in die Klinik mitnehmen. Ein Kindle und mein Handy gehören auf jeden Fall dazu. Etliche unbekannte Faktoren gibt es momentan noch: Wie lange wird es dauern bis man die sogenannte Vollbelastung erreicht. Da gehen die Meinungen ja sehr weit auseinander, uns scheinen von Fall zu Fall unterschiedlich. Da halte ich mich an meine Anweisungen und werde sehen ....

Ein bisschen Spass muss sein

So , jetzt mal meine Gehhilfen die mich die erste Zeit begleiten werden etwas aufgemotzt :-)

Zur Klinik - mal mit dem Taxi ...

Heute Mittag geht's dann Richtung Klinik. Ich werde das Taxi nehmen um mit dem Koffer und Gehhilfen bis vor's Portal gefahren zu werden. Ich habe jetzt mal das vielgerühmte Yellow-Cab des ACL ausprobiert. Der gute Mann am anderen Ende der Leitung war zwar wie so oft des luxemburgischen nicht mächtig, und auch das französich viel ihm schwer. Die ganze Annahme dauerte schon etwas lang .... Bin dann mal gespannt ob das klappt ......

Am Vortag der Operation - jetzt heisst es warten.

So, jetzt bin ich eingescheckt, und dabei gemütlich zu "Kindeln" und meinen Blog anzupassen. Hier scheinen alle sehr nett und zuvorkommend zu sein. Bis Mitternacht darf ich noch essen und trinken .Danach heisst es nüchtern bleiben. Leider ist die OP erst für 12.35 angesagt. Also heisst es warten..........

Am Tag danach ....

Nach dem Warten gings dann doch auf einmal schnell.Einen Fingerhut voll irgendein Beruhigungsmittel verabreicht bekommen, dann mit dem Bett zum -1 zum Operationstrakt. Dort war ein grosses Tor aus inox (sah von aussen irgendwii aus wie eine Metzgerei - sorry aber war so) dort wurde ich parallel zu diesem Tor mit dem Bett gestellt, und auf eine gleichhöhige Plattform gelegt und von dort auf einen parallel dazu stehenden Operationstisch. Dieser blieb mit mir einige Minuten in einem kalt eingerichteten kleinem Vorzimmer stehen bis die Anestisistin mich begrüsste und mit in den OP schob. Dort bekam ich eine Maske vor's Gesicht , und ich verspürte ein komisch prikelndes Etwas. .............. pause .......
Ja und dann erwachte ich in diesem Raum mit Betten die mit Vorhängen untereinander abgetrennt waren. Das war dann so um die 15:00.
So um die 20.30 kam ich endlich auf mein Zimmer zurück. Dazwischen kam dann auch mein Artzt vorbei um mir mitzuteilen dass alles in Ordnung sei, und die OP gut verlaufen wäre.
Nun habe ich das rechte Bein in einer weichen Schiene liegen und einen Eisbeutel an der verbundenen Op-Wunde, und harre der Dinge die dann kommen werden.Die letzte Nacht war dann auch eher unbequem weil ich nicht gewohnt bin auf dem Rücken zu schlafen, und ich einen schnarrschenden Zimmergenossen hatte.
Nun Ja schauen wir mal wie es weiter geht....

Das erste Mal kurz auf die Beine ....

Kurz  vor Mittag wurde ich mal aus dem Bett "genommen".das heisst so ein Gestell in U-Form ohne Räder womit ich erste Gehversuche bis zum Bad machen konnte.Hat schon noch wehgetan und mann muss aufpassen das operierte Bein nicht falsch zu belasten wie nach innen überschlagen oder mehr als 90grad beugen darf man nicht.Beim Aufsetzen kann man schon "relatif normal" belasten wenn man gleichzeitig den Druck mit der Gehhilfe wegnimmt.Beim aufstehen und setzen muss man das operierte Bein leicht nach vorne biegen und mit dem gesunden Bein arbeiten. Zuviel zumuten kann man sich jedoch ca. 24 Stunden nach der OP. noch nicht sonst kann einem schnell schwarz vor Augen werden.Habe schon gefühlt dass es nah dran war. Also nur zum Bad waschen und Wasser lassen und keine Alleingänge. Und am Mittag gabs schon ein reichhaltiges Menü. Da kann man der ZITHA schon ein Kompliment machen.War weit von einfachem krankenhauskost entfernt.

Ein neuer Morgen

Ich war gestern beizeiten müde, und versuchte zu schlafen. Leider hatte mein Rücken etwas dagegen.Komischerweise hatte ich den mehr weh als die operationstelle. Nachdem eine nette Infirmiere mich ein wenig aufgericht und frisch gebettet hatte wurde ich mit einer Schlafpille und einem Fencheltee versorgt.Das hat dann aber geholfen.So konnte ich beinahe 6.00 am Stück schlafen.
Und heute morgen nach dem waschen konnte ich auch schon am Frühstückstisch sitzen. Jetzt gehts langsam besser. Immer dieses Gehänge im Bett...

Am 3ten Tag danach

In der Nacht hatte ich wieder Rückenschmerzen durch dieses ewige auf dem Rücken liegen. Nur schwer hatte ich die richtige Position gefunden. Gottseidank tat die Hüfte weiter nicht weh. Heute morgen mit Gehhilfe zum Waschen und auf's Klo. Dann wurde auch schon eine Radiographie gemacht und der Arzt schaute auch schon vorbei. Heute soll ja auch kiné erfolgen. Mal schauen - es ist jetzt halb elf.......

Nachtrag:

Zu essen gab es zu Mittag auch wieder reichhaltig und gut.

Die Kinesitherapeutin kam dann auch noch: zuerst Beugung des Fusses geprüft - seitliches Bewegen des Beines und Beugung des Beins. Da ich schon daheim und bei meiner Kinesitherapeutin mit den Gehhilfen geübt hatte, durfte ich dann im Zimmer und im Flur erste Schritte mit den "Krücken" (meine Kiné würde mir sagen es wären Unterarmstützen :-)  klingt auch besser  )  machen.

Abends 3ter Tag

Abends habe ich aber gar keinen Hunger gehabt - alles ekelt mich irgendwie an obwohl es sehr gut schmeckt. Ist einfach zu viel diese 3 reichhaltigen Mahlzeiten. Soviel esse ich nicht mal im Normalfall.
Einen jungen Zimmernachbarn habe ich heute bekommen der mit dem Miniskus operiert wurde. Ist nicht so eintönig dann. Der Drainageschlauch wurde heute auch aus der Wunde entfernt. Mit den Baxtern wirds heute wahrscheinlich auch zu Ende gehen, dann wird bei Bedarf nur noch Schmerzmittel gespritzt.  Bin schon müde. Ausserdem ist mir heute bewusst geworden wie ältere Leute sich fühlen müssen wenn sie an all diese Hilfsmittel und an andere Leute angewiesen sind. Daran muss man sich erst gewöhnen !!! Auch die Arbeit des Pflegepersonals sieht man mit anderen Augen......Weil selbständig ins Bett und heraus geht noch nicht so ganz allein. ...

4 ter Tag

Heute weniger im Bett. Früh am morgen kam schon der Artzt zur Visite vorbei. Danach gings gleich unter die Dusche.Das war anfangs nicht so einfach weil ich schon ein wenig ängstlich war nichts falsch zu machen oder auszurutschen.
Dann zu Tisch um zu frühstücken. Dann bin ich da aber lange sitzengeblieben um nicht den ganzen Morgen im Bett zu liegen. Bin dann mit den Gehhilfen einmal im Flur hin und her. Dann wieder zum Tisch und ein wenig am Tablett gesurft..Dann kam Mittagessen und später dann die Kinesitherapeutin .Wir drehten auch eine Runde im Flur wo sie mich darauf aufmerksam machte nicht zu viel mit den Stützen zu helfen sondern ein wenig mehr Druck auf dem operierten Bein zu lassen.Theoretisch könnte man einen Einbeinstand damit machen.. (was wir natürlich nicht machten) .Habe beim Gehen schon noch gespürt dass etwas anders ist.Fühlt sich irgendwie synthetisch an.Aber ist ja noch früh. Ausserdem hatte ich auch ein leichtes Kribbeln und ein kleines Taubheitsgefühl an der Aussenseite des Knies.
Als dann meine liebe Frau <3  noch zu Besuch kam, machten auch wir noch einen Flurrundgang.
Jetzt nach dem Abendessen hab ich mich aber aufs Bett gelegt um gemütlich an diesem Blog zu schreiben. Und netter Besuch hat sich auch angekündigt. ......

5ter Tag

In der Nacht hatte ich eigentlich gut geschlafen und nach der Morgenvisite des Arztes konnte ich da ich jetzt das selbständige Absteigen aus dem Bett behersche mit den Krücken zum Bad um mich zu waschen und zu rasieren.Ich muss doch gut duften wenn die Infirmieres kommen :-).
Dann Frühstück eingenommen, und eine Krückenrunde im Flur absolviert. Nach meiner morgentlichen zeitung über tablettlektüre kam dann die Kinesitherapeutin und es ging über den Flur zum Treppenhaus. Dort wurde zuerst das Hinuntergehen mit einer Seite Handlauf und der anderen Seite mit Krücke geübt, und dann beidseitig mit Krücken. Dann das ganze Treppauf. ..Dann bekam ich nach eine Übung gezeigt um die Beugemuskeln beim Anheben des Knies zu stärken.Das kann ich dann in Massen üben. Kurz vor 11.00 machte ich dann meine 3te Gangrunde.
Später nach 11.00 ungefähr merkte ich dass das ganze trotzdem ein klein wenig geschlaucht hat, und habs mir jetzt auf dem Bett mal gemütlich gemacht. Endlich komm ich mal zum Lesen :-))


FORTSETZUNG Mittags:

Mittags habe ich insgesamt noch schön verteilt 3 Flur-Runden gedreht. Einen spannenden Thriller auf dem Laptop angeschaut. Meine Wunde wurde heute auch "frischgemacht" .Die bekam ich dadurch auch mal zu Gesicht. Mit 11 Metallklammern ist sie zusammengeheftet. Fühle mich heute Abend eigentlich gut. Hatte auch 2 mal Besuch heute und konnte eigentlich nicht über Langeweile klagen.

6ter Tag

Erstes Ziel heute: ganz alleine Duschen. Ja solche Ziele kann man sich auch setzen. Früher war's halt ein Marathon und aktuell eben kleinere Aufgaben. Wenn man da mit den Krücken und dem ganzen Zeugs wie Unterhose frischem T-shirt usw zum Bad "pilgert", muss man schon vorsichtig sein.Drinnen gehts dann weiter.Wohin mit allem und auch so dass man nachher noch dran kommt. In die Dusche hab ich mich dann gesetzt.Schlauerweise haben die Installateure dann den showergel-spender so installiert dass man sich mit dem Rücken dagegen setzt....Also ein wenig Verbiegen angesagt.Dann beim Aussteigen aufpassen da alles nass ist und keine Anti-Rutsch-Matte liegt! Krücken bei Hand und dann die Unterhose anziehen. Leichter gesagt als getan.Wenn man sich nicht bücken darf !. Aber dafür hab ich mir dann über Amazon eine sogenannte Greifzange besorgt.Was so ein kleines Teilchen aber ausmacht...
Nach dem Kaffe trinken drehte ich meine erste Krückenrunde .
Die Kinesitherapeutin kam dann zur zweiten Runde auch vorbei und so gings über den  Flur die eine Seite die Treppe runter und die andere Seite dann wieder hoch.
Nach anfänglicher Steifheit im operierten Hüftbereich, gehts nach einigen Metern dann besser.
Danach wieder an den Tisch gesetzt und ein wenig gesurft. Ich glaube das Duschen allein hat mich mehr geschlaucht als die Treppenrunde. Ein untrügliches Zeichen dafür ist dann so ein Unterdruck im Ohr wie wenn du ins Gebirge fährst. Also bis zur nächsten Runde warte ich dann ein wenig länger. Erst einmal Zuhause bei meiner lieben Frau anrufen.
Habe dann erst später gegen elf Uhr die 3te Runde gemacht. Jetzt ist einfach mal gemütliches Lümmeln auf dem Bett angesagt.
Zwischenzeitlich verabschiedete sich mein Zimmernachbar von mir der mit dem Miniskus operiert wurde. Er kam später und ging früher .
Und grade eben ist ein Professor vorbeigekommen aus der deutschen Reha-Klinik der hier manchmal vorbeischaut wenn zukunftige Patienten hier in der Klinik sind.Er hat mir dann Verschiedenes erklärt. Machte einen sympatischen Eindruck.

FORTSETZUNG MITTAGS:

Vor dem Mittagessen nur eine halbe Runde gedreht weil  ich mein Essen nicht kalt werden lassen wollte.
Danach das übliche Programm: Noch 3 Flur Runden verteilt über den Nachmittag. Langsam bekommt man das Gefühl für die Hüfte.
......

7ter Tag

Heute war ich 7 mal unterwegs. Der Arzt kam vorbei und hat mir Medikamente für die Zeit der Reha aufgeschrieben. Ausserdem wurde meine Wunde wieder versorgt. Das Pflaster wird immer schmaler. Sehr wichtig ist auch dass man immer regelmässig Eis-Pads in Tüchern bekommt, die man an die wunde legt um so die Schwellung schneller abklingen zu lassen. Hier werde ich regelmässig gefragt ob ich neues brauche.  Insgesamt ging es wieder ein Stück besser heute. Am meisten Probleme bereitet alles was mit Bücken zu tun hat .Sei es beim Anziehen von Hosen usw. Da hilft ein sogenannter Greifarm den man sich z.b. über Amazon bestellen kann. Auch ein bisschen Organisation kann viel helfen auch im  Krankenhaus. Alles so bereit legen dass man es in greifbarer Nähe hat und man nicht feststellen muss dass man z.b. den Pijama am morgen weit vom Bett weg legt und abends wieder danach tasten muss. Natürlich schauen dass man die Krücken auch in greifbarer Nähe zum Bett hat sobald man in der Lage ist selber aufzustehen. Auch Pantoffeln sollte man direkt am Bett auf der richtigen Seite stehen haben. Die Pantoffeln sollen so sein dass man gut hineinschlüpfen kann und trotzdem nicht hinten abfallen beim gehen. Falls man wie ich in eine stationnäre Reha geht sollte man dies beizeiten anfragen bei der Krankenkasse. Auch über den Transport dorthin muss man sich informieren. Ebenfalls am besten nachfragen ob da eine Begleitperson mitfahren kann....
Reichlich Besuch von Familie und Freunden gab es auch noch so dass dieser Freitag schnell verstrich.

8ter Tag

Heute morgen beim Aufstehen so um die 7.00 hab ich mir mal meine Umhängetasche aus dem Schrank genommen um alles was ich noch so im Bad brauche hineinzustopfen. Neue Unterhose, Hose, und Shirt. So ist es einfacher alles in einem Rutsch mitzunehmen. Auch später in der Reha wird sie mir wohl von Nutzen sein. Ich werde heute wenn es irgendwie geht, zu jeder vollen Stunde eine kleine Runde im Flur machen. Um 11.00 habe ich mir dann noch einmal Eis bestellt um meine Op-Wunde zu kühlen. Sitze jetzt am Tisch und habe entdeckt dass Pfleger die das Bett neu bezogen haben meine Krücken in die hintere Ecke am Kopfende des Bettes hingestellt haben. Da werde ich wohl klingeln müssen .... - hab ich dann auch getan :-). Bis jetzt nach dem Mittagessen war ich 4 mal durch den Flur "gelaufen". Meine Wunde wurde auch versorgt. Sieht schon gut aus. Die Pflegerin ist jedenfalls zufrieden damit. Ein Arzt  (wohl einer der den Samstagsdienst macht) kam auch kurz vorbei zur allgemeinen Visite. Jetzt geniesse ich meinen Kaffee und werde nach einer Runde Gehen dann ein wenig "kindeln"

Am Mittag bin ich dann noch so 4 mal auf den Flur. Meine Frau kam noch vorbei, und einen neuen Zimmernachbarn bekam ich auch noch. Der Arme hat sein Bein bei Waldarbeiten 3 mal gebrochen und wartete seit 13.00 ungefähr auf seine OP. Jetzt nach 18.00 ist er schlussendlich dran. Das ist eben der "Nachteil" bei Bereitschafsdienst: Da kann ein noch schwerwiegenderer Fall kurzfristig dazwischen geschoben werden. Da meine OP ja eine geplante Operation war, sollte man glaube ich ,auch schauen dass man versucht so fit wie möglich im Vorfeld zu sein. Ich glaube man verkraftet dann so einen Eingriff leichter. Ich nehme an dass mein regelmässiges Fitnesstraining auf jeden Fall nicht geschadet hat. Morgen kann ich mich so langsam auf die Anreise zur Reha nach Orscholz einstellen, damit am Montag morgen alles klappt zum Transport. Jetzt jedenfalls wird mal wieder gerastet.....
Meine Krücken - unerreichbar , sowie meine Umhängetasche

9ter Tag

Dies ist mein letzter kompletter Tag in der Zitha-Klinik. Morgen gegen 9.00 werde ich dann nach Orscholz in die Reha-Klinik transportiert. Heute war ich auch so um die 8 Mal meine Runde drehen. Ich passe schon auf dass ich beim Auftreten schön abrolle und so gerade wie möglich gehe. Man spürt schon noch leichte Schmerzen, aber die sind zu ertragen. Im Moment bekomme ich ja auch noch Schmerzmittel in Pillenform (Dafalgan). Jeweils 1 mal zu den Mahlzeiten und einmal gegen 22.00. Und dann noch eine Pille um den Magen zu schonen. Da werde ich auch noch welche bekommen um mit nach Orscholz zu nehmen. Langsam werde ich auch sicherer und die "verbotenen" Bewegungen haben sich auch schon eingeprägt. Jetzt werde ich dann meine letzte Nacht hier in Angriff nehmen.....

10 ter Tag - auf nach Orscholz

Heute war ein anstrengender Tag. Um 9.00 war der Transfert nach Orscholz vorgesehen. In einer Taxi-Ambulanz wo ich liegend transportiert wurde ging es zuerst an einer Apotheke vorbei um die nötigen Medikamente für den Reha-aufenthalt zu besorgen. Dann gings nach Orscholz. Dort fuhr die Ambulanz dann in eine extra Einfahrt zu einem dafür vorgesehenen Eingang, der direkt zur Patientenannahme führte. Dort meldet ich mich dann bei einem medizinischen Empfangsbüro, wo ich verschiedenes Informationsmaterial bekam. Dann gings rüber zum Pflegedienstbüro wo ich ich untersucht wurde d.h. Gewicht, Blutdruck, Puls usw. Dann gings hoch zum Empfang wo wir für mein Zimmer noch ein Internetmodem mit Zugangsdaten besorgten. In dem Kontext ist es gut wenn man so stationär in ein Rehazentrum eincheckt, eine Begleitperson mit dabei hat. Die Fahrer des Rettungswagens bringen einen wohl mit Koffer , Tasche etc zur Annahme, aber danach ist man bestückt mit 2 Krücken schlecht dran wenn man dann allein ist.(Danke an meine Frau die mich mit dorthin begeiten konnte - das auch am besten im Vorfeld klären)
Dnn gings endlich ins Zimmer. Die Zimmer sind sauber und ideal in der Grösse. Ein wenig störte mich aber dass z.b. kein Duschhocker vorhanden war (Den hab ich mir mitlerweise gefragt und schon erhalten). Das Mittagessen was in erster Betrachtung überorganisiert scheint (feste Plätze für jeden) ergibt aber im Nachhinein schon einen Sinn.
Um 14.00 dann erstes Gespräch mit einem Arzt der mir danach eine Behandlungskarte aushändigte die man ab sofort zu jeder Behandlung mitnehmen muss. Ausserdem erhielt ich einen  provisorischen Behandlungsplan. Schon gut gefüllt. Ab 06.30 Blutentnahme , dann Frühstück .um 8.00 erste Therapie mit Motorschiene-Kryo-Magnet  was das auch immer ist. Dann um 9.30 eine Krankengymnastik mit Gerät /Mtt und dann ab 11.40 noch eine 20min Einzel-Krankengymnastik. Auch für die folgenden Tage sind schon durschnittlich 3-4 Therapien geplant. Da dies ein provisorischer Plan ist, kann noch verschiedenes dazu kommen. Darum hat jeder Patient ein eigenes Postfach im Empfangsbereich das er mit einem extra Schlüsel ab 18.00  jeden Tag auf neue "Post" mit Behandlungsterminen prüfen soll.
Um 15.00 ging es zum Speisesaal wo ich einen festen Platz an einem Vierer-Tisch zugeteilt bekam .
Nachdem sich meine Frau verabschiedet hatte, gings dann auf's Zimmer rasten. Später dann zum Abendessen wo ich mich dann bei denen Leuten anstellte die auch mit Krücken unterwegs waren, und erst im Anfang der Reha standen so wie ich. Als es an mir war , konnte ich dann jeweils aussuchen was ich auf den Teller wollte, und es wurde mir mit an den Tisch gebracht. Morgens ist die Prozedur dann ähnlich. Nur Mittags wird man direkt am Tisch bedient, da man da 2 Tage im Voraus sein Mittagsessen auswählen kann. Meistens zwischen 3 Menus, wo immer ein vegetarisches dabei ist. Danach ging es hoch auf's Zimmer. Für heute hat es definitif gelangt. Jetzt hab ich mir noch eine Spritze in den Bauch gemacht (War ja gar nicht so schwierig ), und endlich die Füsse hochgelegt. Morgen früh raus .......

11 ter Tag - erste Theraphien

Heute morgen ging es schon früh los mit Blutabnahme ab 6.30. Dann Frühstück und weiter zur nächsten Behandlung. Das war dann die Motorschiene. Das ist ein Gerät wo man das Bein hineinlegt, und wo dann per Motor elektrisch bis zu einem einstellbaren Punkt das Bein gebogen wird .Man muss dann beim ersten Mal angeben ab wann man die Schmerzgrenze erreicht. Darauf wird dann die Vorrichtung eingestellt, und das Bein wird dann langsam bis zu diesem Punkt angewinkelt, verharrt dort ein paar Sekunden und wird dann langsam wieder abgesenkt.Bei mir waren es so um die 75 Grad. Ab da hats wehgetan. Das ganze wird dann so um die geschätzte 15 Minuten gedauert haben.
Dann ging es zur MTT-Behandlung Das war Training mit Gewichten. Beinpresse , Oberschenkelcurl und eine Übung speziel für die Hüfte. Eigentlich hätte diese Trainingseinheit ruhig länger dauern können,weil alles was mit Fitness- und Kraftraining zu tun hat mir sehr viel Spass macht.

Dann ging es nach einer 1 stündigen Pause zur Krankengymnastin. Die Therapeutin hat dann hauptsächtlich an der Beweglichkeit des operierten Beins gearbeitet. Am Mittag hatte ich dann ganz frei um einfach zu entspannen. Ich habe ausserdem keine Schmerzmittel auf Anraten des hiesigen Arztes genommen, und ich denke für den Moment brauch ich auch keine. Ich bin auch froh darüber weil allzuviel solcher "Pillen" auch nicht unbedingt gut für den Magen sind....

Den Abend lass ich dann gemütlich ausklingen, und werde dann ab 18:00 nachschauen ob ich einen aktualisierten Therapieplan bekommen habe.- Ja jetzt nach dem Abendessen habe ich meinen komplettierten Therapieplan bekommen. Aber davon dann morgen...

Habe eigentlich keine Schmerzen, nur bei langem Sitzen bekomme ich schon meine A...backen weh,
aber beide - hat also nicht unbeding mit der Hüfte zu tun. :-)
  

12 ter Tag - viel zu tun

Heute wieder früh aufstehen: um 6:30 zum Frühstück damit ich um 7:30 zu der Fitnessgeräte-Therapie rechtzeitig erscheinen konnte. Nach knapp 20 Minuten dann wieder runter zum 2ten Stock zur Begrüssung mit Hausinfo. Dann um 9:30 Visite beim Chefarzt im 1 Stock. Alles so weit in Ordnung. Die Wunde sah auch gut aus, und am Freitag werden dann die Klammern entfernt. Dann um 11:00 ein Vortrag "Sturzprophylaxe". Da kann man sich im Vorfeld nicht so viel vorstellen. Man denkt da eher an Sturzvermeidung durch Hilfsmittel oder Voraussicht. Im Grossen und Ganzen wurde aus dem Vortrag einfach ersichtlich dass ein moderates Kraftraining auch im Alter SEHR WICHTIG ist. Kraft, Gleichgewichtssinn, Knochendichte , Muskelmasse rundum die gefährdeten Knochen - alles wird dadurch verbessert und kann damit erheblich zur Sturzvermeidung und daraus resultierenden Brüchen beitragen. War schon interessant, und hat mich einfach in dem Sinne bestätigt ein regelmässiges Ganzkörperkraftraining beizubehalten.
Nach dem Mittagessen gings dann zur Lymphdrainage wo speziel das operierte Bein "durchgeknetet" wurde. Eine relaxe Einheit.
Dann ging es noch zur "Motorschiene" , dieses Gerät das die Beugung des Beines stimuliert und verbessert. Heute war ich bis auf 80 Grad gekommen.
Nach dem Abendessen habe ich mir noch um 20:00 meine blutverdünnende Spritze gesetzt. Heute wieder auf der rechten Seite (um mir das jeweils zu merken: gerader Datum rechts - ungerade Datumszahl links). Habe heute mal noch ein Foto von der Op-Wunde gemacht. 22 Klammern zähle ich welche am Freitag endlich entfernt werden. Danach steht einer Wassertherapie auch nichts mehr im Weg.

Die noch geklammerte OP-Wunde

13 ter Tag - 3-Punkt / 4-Punkt

Heute war ich zur Krankengymnastin die mich auch fragte warum ich denn noch mit dem 3 Punkte-Gang gehen würde. (d.h. die 2 Krücken gleichzeitig nach vorne und das operierte Bein dazwischen, dann das gesunde Bein nach vorne, usw.) Ich hab ihr dann gesagt dass mir noch keiner etwas anderes gesagt hätte (wenn ich so im Internet google , ist dann oft die Rede von 5 Wochen nach der OP mit dem 4-Punkte Gang zu beginnen) Da fragt man sich was richtig ist. Da ich heute um 11.00 einen Termin bei der Gehschule habe, werde ich das dann ansprechen. Das kann ja auch sehr individuel variieren und von der jeweiligen körperlichen Verfassung abhängen. Ich geh halt lieber auf Nummer sicher und frage lieber 2 Mal nach , was ich denn nun darf und was nicht.
Vielleicht wären da präzise Vorgaben des operierenden Arztes nicht schlecht. Die Behandlung erfolgte ausschliesslich in Bauchlage dieses Mal. Dazu muss man mit den Beinen ans Fussende des Behandlungstisches, und mit dem gesunden Bein resp. Knie zuerst auf die Liege, dann stützt man sich mit den Händen ab, und zieht das operierte Bein nach , immer aufpassen es nicht in einen  Winkel von 90 Grad zu bringen.
War dann um 11:00 in der "Gehschule". Dort hab ich dann erfahren dass der Grad der erlaubten Belastung bei mir schmerzadaptiert ist. d.h. Vollbelastung aber immer nur bis zur Schmerzgrenze . Den 4 Punkt-Gang darf ich ruhig beibehalten, unter Beachtung dass ich schön wenn ich zB. den rechten fuss nach vorne bringe gleichzeitig auch die linke Krücke nach vorne bringe, und dabei achte beides gleichzeitig abzusetzen. Anfangs habe ich immer tendiert die rechte Stütze einen Hauch vor dem linken Bein abzsetzen.Man muss sich eigentlich vorstellen wie wenn das rechte Bein und die linke Stütze und umgekehrt jeweils mit Magneten parallel verbunden wären. Das kann ich schon mal üben. Ausserdem kann ich langsam im Zimmer üben ohne Stützen kleine Schritte zu machen (ich hab sie dann dabei - hebe sie nur an), und dann schauen ob ich schmerzfrei auftreten kann ohne irgendwie einzuknicken, damit man sich nicht schon sofort ein Hinken angewöhnt.
Also nicht einfach drauf los im Zimmer ohne Krücken umherzuhinken sondern das erst tun wenn man richig gerade ohne Einknicken und Hinken ist. Sonst gewöhnt man sich das Hinken schlecht ab.
Dann ging ich runter zum Labo um einen Termin für morgen einzuschieben um meine Klammern zu entfernen.
Heute Mittag um 14.00 gings dann zum "Auto" um das richtige Ein-und Aussteigen zu lernen. Danach hatte ich dann frei ....

14 ter Tag - Die Klammern sind weg

Heute gegen 7:00 Frühstück, dann um 8:00 eine 10 minütige Ärzte-Info (stand so auf dem Blatt, war aber eher so eine Art Beschreibung von Orscholz und Umgebung, sowie einige Erläuterungen rund um die Rehaklinik).
Um 10:00 ging es dann in den Fitnessraum wo ich dann einige vorgeschriebene Übungen absolvierte.Z.B. Beinpresse, Hüft-ABD, Kniestrecker, und Dips auf einer Maschine. An jedem Apparat machte ich 3 Sätze mit ungefähr 20 Wiederholungen. Wenn vielleicht einige sich gern um diese Übungen drücken, Ich könnte den ganzen Tag in dem Fitnesscenter verbringen, besonders wenn man all die tollen Geräte sieht die spezifisch auf bestimmte Muskelgruppen abgestimmt sind.
Dann ging ich runter zum Labo, um mir die 22 Klammern der Wunde herausnehmen zu lassen. Also wer davor Angst hat, kann diese ab sofort über Bord werfen, denn mehr als ein gelegentliches Kitzeln war da nicht zu spüren. Die nette Mitarbeiterin hat das jedenfalls sehr professionel erledigt. Am Sonntag morgen muss ich dann noch mal zur Kontrolle dort vorbei damit die Wunde nachgeprüft und neu "verpflastert" wird.
Dann ging es nach dem Mittagessen zur Manuellen Lymphdrainge wo ich so um die 30 Minuten behandelt wurde. Mit dem 4-Punkt Gang komme ich auch immer besser zurecht, und Schmerzen habe ich eigentlich nur gelegentlich. Das mit kleinen Schritten ohne Krücken klappt noch nicht so. Ich lasse da mal die Zeit ein bisschen spielen und werde nichts überstürzen.
Und dann werde ich auf meine Frau warten, denn heute ist schliesslich Valentinstag :-)

15 ter Tag - Samstag mit wenig Therapie

Heute am Samstag hatte ich nur einen einzigen Termin, und zwar bei "Dr. Motorschiene" wie ich diese Therapie spasseshalber getauft habe. Heute kam ich auf 85 Grad. Anfangs dachte ich dieser Winkel wäre der Winkel vom Oberschenkel zur Längsachse des Körpers. Dem ist aber nicht so - es scheint der Winkel von Unterschenkel zum Oberschenkel zu sein ?. Auf jeden Fall ist es so dass wenn dieser Winkel wenn er denn auf 90 Grad eingestellt ist noch weit vom verbotenen Winkel der 90 Gad Hüftbeugung entfernt ist. Dies ist auch im Behandlungssaal ausdrücklich aufgeführt.
   In diesem Saal sind so um ein Dutzend verschiedene Behandlungsbänke installiert wo überall, mal rechts oder links so ein Gerät im unteren Teil liegt. Meistens sind immer so um die 6 bis 8 Patienten gleichzeitig  im Raum .Zusammen reingerufen werden meistens dann 2. Patienten. Beim ersten Mal hat man die Beinlänge gemessen bekommen, und dies wurde in einer Akte notiert damit man das Gerät dann das nächste Mal wieder gleich einstellen kann. Nachdem man sich dann mit dem Rücken auf den Behandlungstisch gelegt hatt , wird das Bein in die Schiene des Gerätes gelegt, und der entsprechende Winkel vom Therapeuten eingestellt. Dann wird das Knie langsam durch Motorkraft hoch und wieder runtergelassen, und das ganze kontinuierlich während 15 bis 20 Minuten. Merkt man dass man noch "Luft nach oben" hat mit der Schmerzgrenze wird der Winkel leicht erhöht. Bei mir waren es über 3 Behandlungen von 75 über 80 bis auf 85 Grad dieses Mal.
   Nach dieser Behandlung hatte ich dann frei und konnte den Samstag zusammen mit meiner Frau geniessen die für 2 Tage auf Besuch ist :-) .
   Habe heute nur kurz anprobiert kleine Trippelschritte mit angehobenen Krücken zu machen, geht aber nur mit "Geschummel" d.h. ohne den Fuss sauber abzurollen. Da fehlt noch die Sicherheit und vielleicht auch die Kraft, die wahrscheinlich ja wächst wenn ich weiter genug mit dem 4 Punkt Gang unterwegs bin. Und heute Abend wird sich in der Bar mal ein Hugo genehmigt :-)

16 ter Tag - Ruhetag

Heute am Sonntag hatte ich keine Therapien. Lediglich meine Wunde wurde frisch verpflastert und gesäubert. Die Wunde war an der Oberfläche leicht uneben. Entweder eine Schwellung oder die vorhandene Schwellung ist eben unterschiedlich zurückgegangen. Morgen oder übermorgen lass ich sie nochmal nachschauen. Auch werde ich schauen ob ich nicht zusätzlich zu den Therapien noch ein bisschen Fitness für den Oberkörper machen darf - ich brauch das halt ....
Am Nachmittag kam dann mein Sohn mit seiner Freundin, die dann zusammen mit meiner Frau das Wellenbad benutzten. Leider kann ich mit meiner Wunde ja noch nicht ins Wasser.. Jetzt da meine Familie wieder zuhause ist nehme ich mir Zeit den Blog zu aktualisieren und meinen vorläufigen Therapieplan für die 2te Woche zu studieren. Da heisst es wieder manchmal früh aufstehen. So habe ich schon mal einmal um 7.00 Fitness ...
Mein vorläufiger Therapiepan - da kann noch was kommen bitte ..

17 ter Tag - von Pobacken und Pressen :-)

Heute morgen ging es wieder auf die "Motorschiene" .Da blieb ich heute bei 85 Grad. Um 10.00 dann zum Fitnesstraining. Bei der Beinpresse bin ich mittlerweise auf 60 kilo. Da machte ich dann 3 Sätze à 20 Wiederholungen. Dann eine Übung zum Stärken der Oberschenkelmuskulatur mit wiederum 3x20 Wiederholungen.Darauf folgte noch eine Übung im Beinspreizen nach aussen (nach innen ist momentan untersagt wegen der Luxationsgefahr).Dies ist eine wichtige Übung zum Stärken der Muskeln die die Hüfte umgeben und damit für Stabilität in diesem Bereich sorgen. Später noch 3 Sätze Dips, eine Übung hauptsächtlich für Arme und Trizeps.Leider scheinen zusätzliche Trainingsmöglichkeiten für Oberkörper usw. , nicht machbar zu sein wegen des grossen Andrangs. Schade !
Dann um 11.40 zur Einzel-Krankengymnastik. Dort machte ich hauptsächlich Übungen auf dem Bauch liegend. Pobacken zusammenpressen - halten - dann losslassen.Dann versuchen das Bein fest gegen die Behandlungsbank zu drücken - Spannung halten, und gleichzeitig Pobacken fest zusammendrücken. Dann das gleiche mir der Auflage die Muskeln zusätzlich so anzuspannen wie wenn man die Beine nach aussen schieben würde. Aber nur diesen Druck ausüben ohne jedoch die Beine zu bewegen. Klingt ein wenig kompliziert - spürt man jedoch wenn man's richtig macht (und richtig erklärt bekommt). Die einfachste Übung kann man praktisch überall machen indem man einfach fest die Pobacken zusammenpresst, ein wenig hält und wieder loslässt - probiert das mal 100 Mal am Stück.:-)
Dann hatte ich erst mal nichts mehr bis 17.00. Da stand ein Vortrag über traditionelle chinesiche Medizin. Ist schon sehr komplex und war wohl eher eine Werbung für diese Abteilung die auch in diesem Haus vertreten ist. Verschiedene Einblicke waren trotzdem interessant.
Was die Hüfte angeht, habe ich keine Schmerzen, und das Gehen mit Krücken im 4- Punkt Gang bereitet gar keine Probleme.So ganz ohne gehts aber auch für kleine Strecken nicht. Mit einer Krücke habe ich schon getestet. Das klappt in dem Sinn wenn ich die linke Krücke mit dazunehme. Das operierte Bein ist ja das rechte. Aber wie gesagt es geht langsam aber sicher, und ich forciere auch nichts, sondern probiere hauptsächtlich sauber abzurollen, um mir ein aufrechtes Gangbild anzugewöhnen...
So und jetzt meine Spritze in den Unterbauch hauen ..

18 ter Tag - Auf nach draussen

Heute schon um 7.00 zu Fitnesstherapie. Ich habe meine gewohnten Übungen gemacht, und bin danach dann zum Frühstück runter. Später noch zum Pflegedienst um meine Wunde zu kontrollieren und neu zu beflastern - Die Wunde sieht immer besser aus.

Dann um 11 Uhr zu einem Vortrag zur Ernährung und Arthrose. Hauptthema war das "sauere und basiche" Essen. Einscheinend essen wir alle zu viele "sauere" Lebensmittel wie Fleisch, tierische Fette usw..Wir müssten uns mehr an die basichen Lebensmittel wie Obst und Gemüse halten.Also gilt es die allerorts bekannte Ernährungspyramide zu beachten, und eher vegetarisch zu essen.

Da ich erst um 15.30 einen Termin zwecks Lymphdrainage hatte, bin ich zum ersten Mal nach draussen gegangen und Richtung Ausblickspunkt Saarschleife "gelaufen". Nach 20 Minuten bin ich dann umgekehrt, so dass ich mit kleiner Pause 40 Minuten unterwegs war. Das hatte schon gut getan.
Dann gings zur Lymphdrainage bei wieder einer anderen Therapeutin (Ach wenn man doch meine Haus-Therapeutin mal einfach so klonen könnte ....).

Danach gönnte ich mir eine gemütliche Kindle-Lesepause und holte mir noch meinen aktualisierten Wochenplan ab. Leider sind keine weiteren Therapien dazugekommen, was ich schade finde. Heute morgen habe ich deshalb ausser der Reihe mal für Freitag, eine Aromaölmassage für den Oberkörper kostenpflichtig dazugebucht. (Aromaölmassage - Spricht nicht nur die Haut sondern auch den Geruchsinn an. Anregend, entspannend oder erfrischend. - Aloevera, Lavendel, Lemongras, .. - so stehts mal im Prospekt).Ich werde mich dann mal überraschen lassen.

Die Hüfte fühlt sich immer "normaler" an d.h. eigentlich verspüre ich sie nicht als Fremdkörper. Es ist eher das ganze Bein was sich an die neue Gegebenheit wohl gewöhnen muss. Sonst hatte ich als Schonhaltung immer das Bein praktisch nur so belastet indem ich nur den Vorderfuss des rechten Beins aufsetzte, und dann gleich wieder auf das linke wechselte. So enstand eine Schonhaltung die ich mir eben abgewöhnen muss, wodurch natürlich verkürzte Muskeln und Sehnen wieder ganz durchgestreckt werden, und man das eben leicht spürt.Aber mit den Krücken gehts schon ganz gut und ich rolle den Fuss auch richtig ab....

19 ter Tag - Improvisieren

    Heute um 8.00 hatte ich Krankengymnastik. Diesmal wurden die Übungen auf dem Rücken liegend ausgeführt. So z.B. einfaches festes Strecken des operierten Beines und dann entspannen. Das ganze dann mehrmals wiederholt.Dann Zusammenziehen der Pobacken - halten und entspannen. Dann anziehen des operierten Beins  wobei der Fuss über den Behandlungstisch nach oben rutscht. Danach heben des operierten Beins mit angewinckeltem Knie (ohne angewinckeltes Knie wäre die Hebelwirkung und damit der Druck auf die Hüfte zu hoch) Des weiteren habe ich noch einige Übungen in Papierform mitgekriegt wo für mich spezifische Anleitungen unterstrichen sind welche besonders wichtig für mich sind. Hauptsächtlich seitliches Abspreizen des Beins und anheben.
Gegen elf Uhr war dann noch die berühmte Motorschiene wo ich dann wieder um die 20 Minuten behandelt wurde. Winkel 85 Grad.
   Leider war das schon alles für heute, und ich habe am Nachmittag dann 2 meiner 1,5 Liter Wasserflaschen zweckentfremdet und damit Übungen für Schulter und Bizeps gemacht. Bei dem leichten Gewicht eben halt mit jeweils 3x 100 Wiederholungen. So ganz untätig kann ich halt nicht herumsitzen...

20 ter Tag - Mal kurz ohne Krücken

Heute direkt nach dem Frühstück zur Gehschule. Dieses Mal wurden die Krücken gleich in die Ecke gestellt, und als erstes gings zwischen 2 Barren wo kleine Hindernisse aus Plastik die so um die 10cm hoch waren lagen. Da musste ich dann nur zwischen die Hindernisse auftreten und nur die Hände leicht über die Stangen des Barrens gleiten lassen resp. nur als Notstütze benutzen. Dann am Ende des Barrens ging es rechts herum über ausgelegte Matten wo leichte Noppen die ungefähr 5 cm hoch und um die 5 x 8cm breit waren (sah aus wie längliche abgerundete Kieselsteine die zu einem Drittel aus dem Boden ragten) Da sollte ich so normal wie möglich drüber gehen. Dann gabs noch die Variante um nur auf die (abgeflachten) Hindernisse zwischen den Barren zu gehen, und weiter über die Noppen.Dann noch das ganze zwischen den Barren mal rückwärts. Dann noch so um die 7 Meter Richtung eines mannshohen Spiegels mit der Auflage dass man die Füsse richtig abrollen sollte, so dass man im Spiegel die vordere Fussohle sehen kann. Also das ging schon relatif gut, nur manchmal ein leichtes Einknicken war noch zu sehen. Auch über eine nachgebaute Treppe und Schräge mit seitlichen Barren wurde angetestet.
Um 9.00 ging es dann zum Endoprothesenvortrag, was wirklich intressant war. Zusammenfassend kann man sagen dass es wichtig ist auch nach der Reha-Zeit zuerst all die vorgeschlagenen und schon machbaren Übungen weiter durchzuführen, und dann nach und nach erlaubte Sportarten praktizieren, damit die Knochen immer wieder den Anreiz behalten gefordert zu sein um eine gute Knochendichte aufrecht zu erhalten. Also gilt wie schon so oft - wer rastet der rostet ! Auch wurde erwähnt dass viele Leute die Krücken zu früh wegstellen, ohne schon ein sauberes Gangbild zu haben. Regel: Erst ein sauberes sicheres Gangbild mit zeitweisem "Antesten" als sich ein permanentes Hincken oder Schonhaltung anzugewöhnen.
Dann noch mal zu den Fitnessgeräten mit Beinpresse und so weiter.
Dann am späten Mittag kam meine Frau, und so ging der Tag dann auch schnell vorüber.

21 ter Tag - Aroma

   Als allererst ging es nach dem Frühstück zur Krankengymnastik. Dort machte ich auf dem Rücken liegend verschiedene übungen: Operiertes Bein fest in die Länge drücken, oder Pobacken fest zusammen, und gleichzeitig die Beine fest in die Bank drücken. Ausserdem das "gute" Bein mit den Händen zum Körper nach oben ziehen , und das operierte Bein gerade halten und fest in die Bank drücken. Danach noch die Variante dass mehr zu einer Seite liegend, das operierte Bein an der Bank vorbei nach unten gedrückt wurde. Dann noch das operierte Bein anwinkeln und mit dem Knie seitlich nach aussen fest gegen den Widerstand der Therapeutin drücken. (Ich hab sie nicht vom Stuhl gedrückt  :-)  )
   Das wäre dann theoretisch die einzige Behandlung an diesem Tag gewesen. Ich hatte mir jedoch auf meine Rechnung eine sogenannte Aromaöl-Massage bestellt. Dies für den Oberkörper (Rücken ).Ich muss sagen dass diese Massage mir sehr gut getan hat. Anfangs hatte ich mir gedacht das wäre nur ein leichtes Massieren wo hauptsächtlich das Öl leicht einmassiert wird. Nein ich muss schon sagen dass der Therapeut besonders im Schulter- und Nackenbereich schon sehr intensiv "gedrückt" und massiert hatte. Hat mir aber wie gesagt sehr gut getan. Ich hatte einmal eine ähnliche Massage in einem sogenannten "Salon de beauté", die man hiermit aber nicht vergleichen konnte. Ich nehme schon an dass ein geschulter Therapeut eher was bewirken kann !
   Langsam werde ich immer sicherer auf dem operierten Bein, und mit dem psychologischen Trick die Krücken manchmal einfach nur mitzuführen, kann ich schon relatif gerade gehen ohne einzuknicken. Man muss halt auf seinen Körper hören und ihm nur das zumuten wo man sich noch sicher dabei fühlt.

22 ter Tag - Regen ...

Heute Morgen wieder Motorschiene und diesmal auf 90 Grad eingestellt. Dann um 13:00 Manuelle Lymphdrainage erneut bei einer anderen Therapeutin.
Das wars dann schon für heute was Therapien anbelangt. Werde mir für Morgen Sonntag mal eine Stunde einplanen wo ich verschiedene Übungen aus der Krankengymnastik machen werde damit ich am Ball bleibe..
Dann noch oben im Bistro Sky Bundesliga geschaut wo der sympatischste Verein (BMG) leider nicht über ein 2:2 gegen einen der unsympatischsten Vereine (Hoffenheim 18,99€) hinauskam.
Heute abend dann wie gewohnt meine Spritze in den Bauch, und hoffen dass das Wetter endlich besser wird, damit ich hier mal wieder raus kann ...

23 ter Tag - Sonntag ist (beinahe) Ruhetag

Sonntags sind keine Therapien, also ist mal relaxen angesagt. Trotzdem hatte ich für mich eine private Therapiestunde eingebaut indem ich verschiedene Krankengymnastikübungen ausführte. Bein seitlich spreizen im Stehen. Ebenfalls Knie heben (nicht über 90 Grad !) und wieder absenken.Dann noch im Liegen den Fuss langsam über die Unterlage gleiten lassen , indem man das Knie Richtung Oberkörper bewegt. Dann noch ein paarmal die berühmte Pobackenübung - zusammenkneifen - loslassen. Wenns so weiter geht brauchen wir in Zukunft keinen Nussknacker mehr im Haus. :-)
Leider war heute Sch..sswetter, so dass an einen Spaziergang draussen nicht zu denken war.

24 ter Tag - Der mit dem Wolf "tanzt"

Heute gleich um 9.30 zur Motorschiene - bis zum erlaubten Maximum bei der Hüfte 90 Grad.
Dann um 11.40 zur Krankengymnastik wo ich hauptsächtlich Übungen auf der Seite liegend machte. Wegen der Luxationsgefahr benutzte die Therapeutin ein längliches "Plastikkissen" (so um die 60 bis 70 cm lang und 30 x 30 im Querschnitt ungefähr) wo das operierte Bein draufgelegt wurde.
Um 15.00 dann noch Fitness mit den üblichen 5 Geräten jeweils 3 Sätze mit 20 Wiederholungen.
Danach kam dann eine kleine selbstauferlegte Belastungsprobe. Mit einem anderen Patienten nahm ich ein Taxi nach Mertzig zu den Wolfspark von Werner Freund. (Der Mann verstarb ja vor nicht allzulanger Zeit). Dreimal spazierten wir um die Anlage herum unter dem Gejaule der Wölfe. So kamen wir auf eine Gesamtzeit von ungefähr einer Stunde. Jetzt so gegen 21.00 scheint aber alles ohne zusätzliche Schmerzen durch die längere Belastung zu verlaufen. So langsam werde ich dann noch gemütlich "Kindeln" und dann in meinen 54 ten Geburtstag hineinschlafen. Die haben es für morgen gut mit mir gemeint, und die erste (und einzige Therapie ) erst für 10.00 angesagt. :-)

25 ter Tag - Geburtstag in der Reha

   Heute hatte ich ja Geburtstag.Hatte viele liebe Mails und Facebookgratulationen von netten Freunden erhalten - Dazu noch so viele Genesungswünsche. Das tut schon gut zu wissen dass man nicht "vergessen" ist. :-)
   Um 10.00 hatte ich dann wieder Fitness mit den Geräten. Zu den üblichen Übungen kam heute zusätzlich noch Kniebeugen dazu. Die haben da tolle Geräte mit gepolsterten Stangen die über die Schultern wo sie aufliegen, herausragen wo man diese mit den Händen umfassen kann. Das Gewicht wird dort auch individuel angepasst.War bei mir auf Position 4 eingestellt.Dieses Gerät wird in meinem Trainingsplan " vertikale Funktionsstemme" genannt. Beim Kniestrecker bin ich mittlerweile auf 30 Kilo und bei der Beinpresse auf 70 Kilo gekommen. Da mach ich dann locker jedesmal 20 Wiederholungen pro Satz. Es tut einfach richtig gut die Muskeln zu spüren !
vertikale Funktionsstemme
   Nach meinem längeren Ausflug von gestern liess ich es heute demnach langsamer angehen. So drehte ich ein paar kurze Runden durch die langen Gänge der Rehaklinik. Von gestern habe ich gar nichts gespürt. Keine Schmerzen oder Muskelkater oder ähnliches.
   Noch eine kleine Anmerkung zu meiner Schlafposition.Ich schlafe immer noch auf dem Rücken.Als Keil habe ich mir zwischen die Füsse ein rechteckiges (ca. 25 x 40cm) umgedrehtes Tupper Einfriergefäss aus Plastik gelegt (Hatte nichts anderes beihand und erfüllt seinen Zweck).So besteht die Gefahr nicht dass man in der Nacht die Beine übereinander schlägt.Theoretisch könnte man wenn man sich das zutraut auch in Seitenlage schlafen mit einem dicken Kissen zwischen den Beinen, aber ich geh halt auf Nummer Sicher und belasse es einstweilig bei der Rückenlage, an die ich mich ein bisschen gewöhnt habe.
   Am Nachmittag ist dann einer meiner Söhne mit meiner Frau vorbeigekommen um mir zu gratulieren.Und einen Geburtstagsgeschenke und Kuchen gabs auch noch. Dafür hab ich gerne das Abendessen sausen lassen.

26 ter Tag - Ein Dankeschön

   Heute hatte ich nur "Motorschiene" mit 90 Grad. Da beim Terminplaner beim Namen des Therapeuten immer D.Motorschiene steht hatte ich mal die Therapeutin kurz gefragt ob sie denn oft mit Frau Motorschiene angeredet würde. Da haben wir aber gelacht :-)
   Dann gings noch zur Lymphdrainage, wo ein "Lehrling" unserer Sitzung beiwohnte, und so bekam ich auch gleich einen kleinen Einblick in diese Materie. Mein Bein ist gottseidank quasi nicht geschwollen, so dass das Bein relatif gleichmässig von unten nach oben ohne bestimmte Schwerpunkte behandelt wurde.
   Jetzt nur noch eine kleine Danksagung an alle die so lieb an mich gedacht haben anlässlich meines Geburtstages , und mir nette Genesungswünsche überbracht haben. Wie man sieht muntert das auf und man hat sofort wieder den "Schalk im Nacken"
Schlecht geht's mir heute nicht :-)

27 ter Tag - Jetzt ohne Pflaster

   An diesem Morgen ging ich um 8:00 zur Krankengymnastin. Die waren dort alle heute verkleidet  weil Altweiberfastnacht war. Hauptübung war heute das "Kippen" des Beckens nach vorn und hinten wo ich noch Defizite habe.
   Um 9:30 dann zur Blutdruckkontrolle (15 auf 9) und endlich wurde das Pflaster auf der Wunde ganz beiseite gelassen.
   Leider gabs heute auch keine weiteren Anwendungen, so dass ich ein wenig durch die Flure spazierte, da das Wetter leider wieder nicht mitspielte.
   Dann um 20:00 dann wieder meine Spritze für die Blutverdünnung gemacht. Man soll diese in den Unterbauch machen, jeweils abwechseln links oder rechts.Weil ich in meinem "fortgeschrittenen" Alter :-) immer vergesse welche Seite ich denn am Vortag genutzt hatte, habe ich mir folgende Eselsbrücke nach dem Datum gebaut. An ungeraden Tagen setze ich die Spritze links, und an geraden rechts. Zuerst soll man sich alles zurecht legen, Spritze auspacken und die Schutzkappe entfernen. Dann nicht wie man es so oft in Filmen sieht die Spritze ein wenig eindrücken um die Luft herauszudrücken. Also so belassen wie nach dem Auspacken. Am besten Gebrauchsanleitung lesen. Schliesslich sind nicht alle Produkte gleich.Dann soll man sich noch den Alkoholpad zurechtlegen und seitlich in Nabelhöhe die Haut zu einer Hautfalte zusammendrücken, und die vorgesehene Einstichsstelle mit dem Pad reinigen. Dabei die Falte gedrückt halten, und dann die Spritze einstechen und dann den ganzen Inhalt einspritzen. Nach dem Herausziehen der Spritze die Falte loslassen, und auch keine Nachbehandlung der Einstichsstelle durchführen.
Die Wunde sieht ja mal nicht so schlecht aus

Die Spritze - noch 2 Mal dann brauch ich das nicht mehr.

28 ter Tag - Abschlussuntersuchung

Heute Abschlussuntersuchung. Alles ok - kein Schmerz beim Betasten der Wunde. Der Arzt hat mich nur daran erinnert dass man später wenn es immer besser geht nicht übermütig werden soll, und immer daran denken soll dass man ein künstliches Gelenk hat und sich dementsprechend bewegen soll.
Dann hatte ich noch meine letzte Fitnesstherapie mit den üblichen Kräftigungsübungen.
Am frühen Nachmittag dann noch zur Lymphdrainage wo ich wieder eine andere Therapeutin hatte mit der ich mich aber gut unterhalten konnte. Wir sprachen hauptsächtlich über das Benutzen der Krücken, dh. viele Patienten legen diese zu früh weg ohne dass das Gangbild ok ist, oder die Gangsicherheit ganz da ist. Andere benutzen nur eine Krücke was hier in der Reha gar nicht gern gesehen wird. Also gilt : alle beide, oder wenn die Voraussetzungen ok sind keine mehr. Leider sieht man auch im Restaurant der Reha öfters Leute die ganz ohne Krücken so herumhinken. Damit tun sie sich demnach keinen Gefallen.

29 ter Tag - Walking Day 02.03.2014

Heute hatte ich die allerletzte Therapie - die Motorschiene. Wieder auf 90 Grad.
Dann gab ich noch mein rosa Heftchen das ich bei jeder Therapie dabei haben musste im Pflegedienst ab.
Da das Wetter einigermassen mitspielte hatte ich mir vorgenommen zum Aussichtspunkt der Saarschleife zu gehen. Da ich auf meinem Handy eine App habe wo zurückgelegte Strecke und Dauer angezeigt werden kann, hab ich die dann auch benutzt. So kam ich dann auf 2 Kilometer in gemütlichen 40 Minuten, und konnte gleich ein Foto schiessen.
Schmerzen hatte ich eigentlich keine, und ich konnte nachher sogar die Wendeltreppe im Rehazenter wo die Tritthöhe geringer ist als normal im Wechselschritt mit einer Hand am Geländer bewältigen.
Morgen steht dann ein ruhiger Sonntag bevor, ehe ich dann am Montag morgen die Heimreise antreten werde :-)
Der Aussichtspunkt etwa 1 km vom Rehazentrum entfernt

30 ter Tag - Sonntag und endlich Sonne 02.03.2014

Heute hatte ich ja keine Therapie mehr, und so profitierte ich davon meiner Frau die Saarschleife ebenfalls zu zeigen. Da das Wetter mitspielte gings dann wieder dorthin und noch ein kleines Stückchen weiter. Aber immer schön langsam, und die Sonne geniessen.
 Schmerzen hatte ich heute eigentlich keine mehr, ausser morgens beim Aufstehen, nur ein leichtes Zwicken über der Ferse des operierten Beines, und manchmal so wie wenn man dort mit einem Feuerzeug die Flamme dagegen halten würde. Ich nehme an dass jetzt da ich wieder normal abrollen kann mit dem Fuss, sämtliche verkürzte Sehnen eben momentan mehr gefordert werden. Aber bereits nach meinem Spaziergang ging es besser und war kaum zu spüren.
Morgen früh nach dem Frühstück wird dann ausgescheckt, und ab geht's nach Hause. Endlich ..

Mit Sonne sieht das schon besser aus

31 ter Tag - Zurück daheim 03.03.2014

    Heute war es endlich so weit. So gut und sinnvoll die 3-wöchige Reha auch war, jetzt war ich froh dass es endlich Richtung Zuhause ging. Schliesslich war ich über 4 Wochen von zuhause fort. Und an jeder Ecke Krücken und Rollatoren. Meine beiden Krücken genügen mir schon.
    Mein ältester Sohn kam uns abholen, und am frühen Morgen kamen wir daheim an, wo unser Hund natürlich "ausflippte" als er mich wiedersah :-).
    Ich bin mir aber bewusst dass ich mich jetzt nicht auf die faule Haut legen darf, sondern die Hüfte mit den dazugehörigen Sehnen und Muskeln weiter progressif trainieren muss.
Darum bin ich dann mal kurz eine Runde um den Block gegangen, (nehme an so um die 800m) um so die Neugier der Nachbarn zu befriedigen, die mich eine Zeitlang nicht gesehen haben. "Nein ich war also nicht von meiner Frau weg" :-).
    Dann hab ich mir Gedanken gemacht wie ich verschiedene Übungen auch hier umsetzen kann. So mache ich z.B. die wichtige Übung mit dem Seitwärts nach aussen bringen des operierten Beins mit zusätzlich leichtem Widerstand durch ein Theraband das ich am Heizkörper befestigt habe.
Ausserdem bin ich dann mittags eine etwas grösserer Strecke spazieren gegangen (+- 1500m).
im Ruhezustand
mit abgespreitzten Bein

32 ten Daag - Selftraining 04.03.2014

So, heute beginnt irgendwie der Alltag, auch wenn ich noch nicht arbeiten gehe, muss ich mir den Tagesablauf ein wenig einplanen.
Im Wohnzimmer, wo ich mir meine Couchseite mit einer Matraze und einer Decke, um etliche Zentimeter erhöht habe, kann ich sehr gut verschiedene Übungen machen. Bein anwinkeln - dann wieder strecken und zurück, liegend. Oder Po und Waden fest nach unten drücken und gleichzeitig Po anziehen, und Spannung in die Beine geben, so als ob man die Beine nach aussen drücken will.Das ist eine isometrische Übung die aber sehr effizient ist. Dann habe ich dort an der Couch dann auch noch 3 x 20 Kniebeugen gemacht, da durch die Höhe der Couch im Rücken gewährleistet ist dass man nicht zu weit runtergeht und so die 90 Grad Kniebeugung überschreitet. Dann bin ich noch morgens und nachmittags jeweils ein wenig spazieren gegangen. Morgens so um die 1,5 und mittags um die 2 km. Ist mir sehr leicht gefallen, und brachte auch keine Schmerzen.Die Zeit spielt eh keine Rolle, und für ein kleines Schwätzchen blieb dann auch noch etwas Zeit unterwegs.